Observatorium Kanzelhöhe
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Sonnnenfleckenzeichnungen


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Archivstruktur (rel. zu web-root)

VerzeichnisErklärung

/sunspot_drawings/YYYY/...
...jährliche Unterverzeichnisse

YYYY... Unterverzeichnis gemäß dem Beobachtungsjahr

Datenformat und Dateinamen

VerzeichnisErklärung

kanz_drawx_fd_YYYYMMDD_hhmm.[jpg|JPG]
... eingescannte Sonnenfleckenzeichnungen im Format JPEG

YYYYMMDD_hhmm...Datum und Uhrzeit der Beobachtung

Die Bilder sind mit 8-Bit Graustufen gespeichert und ca. 140kB groß. Die Dateinamen entsprechen der SOHO Dateinamenkonvention für synoptische Daten.

Datenbeschreibung

Sonnnenfleckenzeichnungen

Die täglichen Sonnenfleckenzeichnungen haben am Sonnenobservatorium Kanzelhöhe eine lange Tradition. Obwohl sie überholt scheinen, geben sie einen schnellen Gesamtüberblick des Geschehens auf der Sonne. Die einfache Handhabung und die Tatsache sie ohne technische Hilfsmittel betrachten zu können, machen sie geradezu ideal für die Datenvorauswahl. Dennoch sind sie präzise genug um zum Beispiel aus ihnen die Eigenbewegungen der Sonnenflecken abzuleiten. Weiters werden sie noch immer zur Herleitung der Sonnnenflecken-Relativzahlen verwendet.
Die Anfertigung der Sonnenfleckenzeichnungen ist sehr einfach. Wir verwenden dazu einen Refraktor (d/f = 110/1650 mm), ein Projektionsobjektiv vergrößert das Primärbild auf 25 cm Durchmesser und überträgt es auf einen Zeichentisch. Wegen einiger Spiegel im Strahlengang ist die Zeichnung seitenverkehrt. Das Blatt ist mit Azimut = 0 auf Himmels-Nord ausgerichtet. Die Ausrichtung wird durch Markierung der Spur eines Sonnenflecks auf dem Blatt infolge der Erdrotation überprüft. Obwohl die Genauigkeit ziemlich hoch ist, arbeiten Sie bitte nicht mit den gescannten Bildern für etwaige Messungen. Wir empfehlen die Originalzeichnungen, welche für Gastwissenschaftler zugänglich sind, zu verwenden.
Dieses Online-Service wurde im Februar 2000 begonnen und wird täglich nach dem Anfertigen der Zeichnung aktualisiert.

Online-Archiv

Das gesamte Archiv an Sonnenfleckenzeichnungen ab dem Jahre 1947 wurde digitalisiert. Das Observatorium dankt den Herren Dr. Alfred Schroll und DI Franz Vogler für ihren Einsatz beim Scannen der Zeichnungen. Die Österreichische Akademie der Wissenschaften hat mittels finanzieller Unterstützung den Ankauf der Hardware ermöglicht.

Erläuterungen

Musterzeichnung
  1. Datum und Zeit der Beobachtung
  2. Beobachtungsgüte - Seeing, Wetter, Beobachter, X und Y geben die Durchmesser des Kreises zum Zeitpunkt der Beobachtung an - kann sich infolge einer Papierschrumpfung ändern
  3. Physikalische Ephemeriden der Sonne und Korrekturwinkel DP
  4. Anzahl der Gruppen und Flecken; wie zur Berechnung der Sonnenflecken-Relativzahl verwendet.
  5. Markierung der Ausrichtung (Fleckenspur)
  6. Markierung von Sonnen-Nord und -Süd (Rotationsachse, korrigiert für die Fehler DP)
  7. Sonnenrand
  8. Fleckengruppe mit Zürich Klassifikation

Zürich Klassifikation

Class A: Eine einzelne Pore oder eine unipolare Gruppe von Poren
Class B: Eine bipolare Gruppe von Poren
Class C: Eine bipolare Gruppe, ein Fleck besitzt eine Penumbra
Class D: Eine bipolare Gruppe deren Hauptflecken Penumbrae besitzen; mindestens ein Fleck hat eine einfache Struktur. Die Länge der Gruppe ist < 10 deg.
Class E: Eine große bipolare Gruppe; die zwei Hauptflecken besitzen Penumbrae und haben eine komplexe Struktur. Zahlreiche kleinere Flecken liegen zwischen den Hauptflecken. Die Länge der Gruppe ist > 10 deg.
Class F: Eine sehr große, komplexe, bipolare Gruppe; Länge > 15 deg.
Class G: Eine große, bipolare Gruppe ohne kleine Flecken zwischen den Hauptflecken; Länge > 10 deg.
Class H: Ein unipolarer Fleck mit Penumbra; Durchmesser > 2.5 deg.
Class J: Ein unipolarer Fleck mit Penumbra; Durchmesser < 2.5 deg.

Zürich Klassifikation

Die Zürich-Klassifikation von Sonnenfleckengruppen. Es werden vier Beispiele von jeder Klasse gezeigt. Die Skala unten ist in Grad heliographische Länge. Details finden Sie in Bray & Loughhead, Sunspots, Chapman and Hall, 1964.


 


 
 
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